Besonderheiten beim Kauf von Oldtimern

Vor allem in Zeiten niedriger Zinsen gewinnen Oldtimer auch als Finanzanlage und Spekulationsobjekt an Attraktivität. Wie bei jeder Geldanlage bestehen aber natürlich auch hier Risiken. So kann das Investment schnell zum finanziellen Fiasko werden, wenn sich der erworbene Oldtimer nach dem Kauf als mangelhaft oder die angegebene Historie als falsch herausstellt.

Das Gesetz macht keine Unterschiede beim Kauf von Oldtimern

Grundsätzlich gelten für den Kauf von Oldtimern natürlich die gleichen Rechtsvorschriften wie dies bei sonstigen Gebrauchtwagen der Fall ist. Vor allem aufgrund der zum Teil erheblichen Werte, die Oldtimer oftmals aufweisen, sind jedoch einige Besonderheiten zu beachten.

Im Mittelpunkt von Streitigkeiten mit Oldtimern stehen oftmals Fragen der Garantie oder Gewährleistung. Ebenso wie bei sonstigen Fahrzeugen geht es bspw. um die Frage, ob das Fahrzeug tatsächlich unfallfrei ist. Stellt sich heraus, dass das Fahrzeug einen Mangel aufweist, stehen dem Käufer grundsätzlich die gesetzlichen Mängelgewährleistungsrechte aus den §§ 433 ff. BGB zu. Neben einer Nachbesserung kommen hier vor allem das Minderungs- und das Rücktrittsrecht in Frage.

Bei Oldtimern spielen jedoch auch noch weitere Fragen eine Rolle, etwa ob sich das Fahrzeug tatsächlich im zugesicherten Originalzustand befindet oder der Herkunftsnachweis und die sonstige Historie echt sind. Auch gibt es Fälle, in denen seltene Originale (wie bspw. der Mercedes 300 SEL) nachgebaut und somit gefälscht werden.

Eigenschaften vertraglich zusichern lassen

Käufer sollten daher darauf achten, dass wichtige Punkte, wie etwa die Unfallfreiheit, der Originalzustand und die Historie des Fahrzeugs vertraglich festgehalten werden. Werden diese Aspekte zwar während der Verkaufsgespräche besprochen, jedoch nicht im schriftlichen Kaufvertrag festgehalten, fällt es im Falle der späteren Auseinandersetzung oftmals schwer, das Vereinbarte zu beweisen.

Oldtimer vom Sachverständigen prüfen lassen

Um aus Nummer sicher zu gehen, sollten Sie das Fahrzeug bereits vor dem Kauf durch einen unabhängigen Sachverständigen prüfen lassen. Bei besonders wertvollen Fahrzeugen bieten auch die Hersteller zum Teil die Möglichkeit an, das Fahrzeug bspw. auf Originalität zu prüfen.

Rechtsanwalt einschalten

Sollte es später dennoch zum Streit mit dem Verkäufer kommen, sollten Sie möglichst zeitnah eine Rechtsanwalt in die Auseinandersetzung miteinbeziehen. Aufgrund der Besonderheiten empfiehlt es sich dabei, einen Anwalt zu beauftragen, der sich mit der Materie auskennt. Rechtsanwalt Dr. Christian Hoffmann ist selbst „autoverrückt“ und hat eine große Leidenschaft für historische Fahrzeuge. Eine Beratung und Vertretung kann bundesweit erfolgen. Rufen Sie für eine Ersteinschätzung am besten gleich an oder schreiben Sie hier eine E-Mail! 

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