Hilfe gegen Inkassomahnung

Rechnung und Mahnung aus Tschechien von Allround, PAYVOX Forderungsmanagement oder TEWORK

Rechnung oder Mahnung von PAYVOX Forderungsmanagement, Tework oder Allround aus Tschechien? Rechtsanwalt Dr. Hoffmann erklärt, ob Sie zahlen müssen.

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Telefonabzocke – Ratgeber von Kanzlei Hoffmann

Was passiert, wenn man eine Tework Rechnung nicht bezahlt?

Immer wieder erhalten Betroffene Rechnungen und Mahnungen aus Tschechien, die für (angebliche) Telefondienstleistungen / Erotikdienstleistungen bzw. “Service für Erwachsene” verschickt werden.

Hier erfahren Sie, wie Sie reagieren sollten, wenn Sie ebenfalls eine solche Rechnung oder Mahnung der bekommen haben. 

Was wird in den Rechnungen und Mahnungen aus Tschechien gefordert?

Zunächst erhalten die Betroffenen meist ein Schreiben, welches mit “Rechnung” überschrieben ist. Darin heißt es zum Beispiel:

„Sehr geehrte(r) Telefonanschlussinhaber(in),

wir berechnen Ihnen gemäß § 611 BGB den über Ihren Telefonanschluss genutzten Service für Erwachsene.”

Dabei wird auch aufgeführt, an welchem Datum und zu welcher Uhrzeit das Gespräch stattgefunden haben soll. Meist wird jedoch nicht dargelegt, welche Rufnummer angerufen worden sein soll. Dazu heißt es meisten, dass man die gewählte Telefonnummer feststellen könne, indem die genannten Anrufzeiten mit dem Einzelverbindungsnachweis des Telefonanbieters vergleicht.

Für die “kostenpflichtige Serviceleistung” oder den “Service für Erwachsene” werden zunächst immer 90,00 € in Rechnung gestellt. Teilweise soll es sich auch ausdrücklich um eine „Telefonsex-Serviceleistung“ gehandelt haben.

Gezahlt werden soll entweder “in bar per Einschreiben” (meist ist hier lediglich eine Postfach-Adresse in Tschechien angeben) oder “per SEPA-Überweisung”. Das Empfängerkonto befindet sich ebenfalls in der Tschechischen Republik (zu erkennen, wenn die IBAN mit “CZ” beginnt.

Abschließend wird damit gedroht, dass man bei fruchtlosem Verstreichen der Zahlungsfrist in Verzug gerate und mit entsprechenden Verzugsfolgen zu rechnen habe.

Welche Unternehmen verschicken Mahnungen für Telefondienstleistungen?

Die Schreiben werden von unterschiedlichen Unternehmen und angeblichen Inkassos aus Tschechien verschickt. Der Name der Firmen ändert sich dabei in regelmäßigen Abständen.

Aktuell lauten sie Namen der Unternehmen zum Beispiel.

Wird nicht gezahlt, folgen Mahnungen aus Prag / Praha

Wird die Rechnung nicht gezahlt, folgen meist Mahnungen. Zum Teil werden diese Mahnung nicht von dem ursprünglichen Unternehmen, sondern von einem angeblichen Inkasso bzw. “Forderungsmanagement” geltend gemacht. Darin heißt es dann:

„Sehr geehrte(r) Telefonanschlussinhaber(in),

Sie haben aufgrund der Rechnung vom … den zu zahlenden Betrag nicht ausgeglichen. Wir machen die Forderung im Wege des Factoring geltend.“

Zusätzlich zu den Kosten für das angebliche Telefongespräch werden Verzugskosten in Höhe von 50,00 € verlangt, so dass die Gesamtsumme 140,00 € betragen soll.

Werden die geforderten Beträge weiterhin nicht gezahlt, folgen meist weitere Schreiben von (angeblichen) Inkassounternehmen. In der “Aufforderung zur unverzüglichen Zahlung” oder der “letzten außergerichtlichen Zahlungsaufforderung” wird man erneut aufgefordert, die Beträge zu bezahlen. Zusätzlich zu den “Mahnkosten des Mandanten” wird plötzlich noch eine “Bearbeitungspauschale des Mandanten” in Höhe von 58,00 €, eine weitere “Pauschale für Verzug” in Höhe von 60,00 € und eine “Auslagenpauschale” in Höhe von 12,00 € verlangt. Somit ergibt sich meist eine Gesamtforderung in Höhe von 270,00 €.

SMS-Nachrichten auf das Handy

Mann sieht besorgt auf sein Handy

Seit neuestem werden die Schreiben vermehrt nicht mehr per Post verschickt. Oftmals bekommen die Betroffenen stattdessen SMS-Nachrichten: Darin heißt es meistens:

“Verehrte(r) Teilnehmer(in) der Nr.: ….

Wir fordern Sie auf, die Gesamtforderung € 285,00 (inkl. Verzugskosten) unverzüglich zu überweisen:

Zahlungsempfänger: …

Sollten Sie die Forderung nicht sofort ausgleichen, gehen wir davon aus, dass Sie weitere Massnahmen ausdrücklich wünschen! Die Kosten hierfür gehen zu Ihren Lasten!”

Muss ich die Rechnungen z. B. von PAYVOX Forderungsmanagement EASYCOM und Tework bezahlen?

Aufgrund der Vielfalt der verschiedenen Fallgestaltungen, ist keine allgemein gültige Antwort möglich, ob die Rechnungen und Mahnungen berechtigt sind. 

Grundsätzlich ist der Rechnungssteller verpflichtet, zu beweisen, dass es tatsächlich zu einem Vertragsschluss gekommen ist und dass die Forderungen berechtigt sind. 

Anbieter von kostenpflichtigen Telefondiensten unterliegen bestimmten rechtlichen Verpflichtungen. So muss bspw. eine eindeutige Ansage erfolgen, welche Kosten bei einem Anruf entstehen. Zudem gibt es Höchstgrenzen, wieviel ein Anruf pro Minute kosten darf. 

Wie kann ich auf die Rechnung oder Mahnung für Telefonsex reagieren?

Hand mit Geldscheinen

Sie haben ebenfalls eine Rechnung erhalten, da Sie angeblich eine kostenpflichtige Serviceleistung in Anspruch genommen haben?

Nachfolgend finden Sie zwei Möglichkeiten, wie Sie auf die Rechnungen und Mahnungen für den “Service für Erwachsene” reagieren können.

Die erste Möglichkeit ist das Herunterladen eines Antwortschreibens, welches Sie an den Absender der Rechnung verschicken können. Die zweite Möglichkeit ist, dass Sie mich als mit der Sache beauftragen. 

Beide Möglichkeiten werden nachfolgend kurz erklärt:

Aktuelle Unternehmen

Die Firmen, die die Rechnungen und Mahnungen für den “Service für Erwachsene” verschicken, heißen etwa (nicht abschließend):

  • PAYVOX Forderungsmanagement
  • EASYCOM
  • TEWORK
  • PHONEMAX
  • AVAST
  • NOVACALL
  • Mediascape
  • Paymac
  • AVOTEX
  • TELPAY
  • TELSTAR
  • ARVEX
  • TELESMART
  • PAYCASSO
Alle Unternehmen

Die nachfolgende Liste zeigt alle mir bekannten Unternehmen, die derartige Rechnungen und Mahnungen verschicken (allerdings ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

  • FARWEST, MEXCOM, Comera, DUVAR, ELERO, RISKOS, PAYSERVICE, FAVORA, ELPROS, Paycom, INOVA Inkasso, Riskor Inkasso, Direct Inkasso, LENOVA, Inkassoservice VETOR, VENTUS Inkasso, DELTA, EUSTAR, IVORA, BESTCOM, DANIA, KOWAS Inkasso, Emveco, GREIF Inkasso, WEMO, PAYCO, RIVERSO, MADACO, RBW, AVIS, Inkasso, KAWORA, SEIWO, Winera, Sicom, ATORA, WERSO, Berida, Westbill Inkasso, Rivedo, Paynet Inkasso, TIMAX, Ribax, HARWICK, ELKOM, Paynet Inkasso, Rivedo, Lavaro, WRS Inkasso, Berco, Estrela, ARBO, WITAX, DSG Inkasso, ATECT, PERTOS, KARVEMO, Elcos, RKS Inkasso, DKM Inkasso, Norcom Inkasso, BVR, ML Forderungsmanagement, Bacoma, OSEDO, A.S.N.P, SD Inkasso, Monex, RLS Forderungsmanagement, MBM, Senax, Anax, Empower, ECOM Inkasso, CME Forderungsmanagement, Lexam, K.M.N. Inkasso, Reveda, Newcon, Beromax, Monera, Nova Ukara, Netnovert, OBL, UGS, Mitacord, Gramlick, R.M.I., JCM, Inkasso, Zetesccco, Averto, Aveco, Adex, Tesco, Adecto, Debicom Inkasso, Simex, LSM, Vemax, Optima, Prime, Real Payment, Direkt, Metro, Debicom Inkasso, United, Expert, Reinhardt, Schmidt, E.G.E.S. Inkasso, Universal, ProBiRe / Pro Bi Re (Professional Billing Reminder), „R.P.S.R.O.“

Was Sie jetzt tun können:

Was tun?

Ignorieren oder bezahlen?

Beides ist in den meisten Fällen keine gute Idee — ich erkläre Ihnen, warum, und was der richtige Weg ist.

×
Ignorieren

Wer Mahnungen und Inkassobriefe ignoriert, riskiert, dass aus einer zweifelhaften Forderung ein gerichtlicher Mahnbescheid wird. Ab dem Moment zählt nicht mehr, ob die Forderung berechtigt war, sondern nur noch, ob Sie rechtzeitig Widerspruch eingelegt haben.

×
Einfach bezahlen

Wer unter Druck zahlt, ohne die Forderung zu prüfen, finanziert im schlimmsten Fall unseriöse Anbieter. Außerdem signalisieren Sie mit einer Zahlung, dass Sie zahlungsbereit sind — und stehen schnell wieder auf der Liste für die nächste Rechnung oder eine ungewollte Vertragsverlängerung.

Der richtige Weg: prüfen und rechtssicher abwehren
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Häufige Fragen zu Telefonabzocke

Es handelt sich um eine Welle von Schein-Rechnungen für angebliche Telefon-Erotikdienste, die typischerweise aus Tschechien verschickt werden. Auf den Briefen taucht meist ein konkretes Datum, eine Uhrzeit und eine Forderung von 90,00 € auf. In den allermeisten Fällen wurde aber nie ein solcher Dienst genutzt — die Verbraucherzentrale spricht offen von Abzocke.
Die Anbieter verschicken massenhaft Briefe an Adressen, die sie über Adresshandel erworben haben. Dazu wird oft behauptet, am angegebenen Datum sei von Ihrem Anschluss aus eine kostenpflichtige Hotline angerufen worden. Einen tatsächlichen Vertragsschluss können die Firmen praktisch nie nachweisen.
Nein. Wer keinen Erotikdienst genutzt hat, schuldet auch nichts. Nach § 615 BGB muss der Rechnungssteller den Vertrag und die behauptete Leistung nachweisen — das gelingt diesen Firmen so gut wie nie. Selbst wenn es einen Anruf gab: Schon das Zustandekommen eines wirksamen Vertrags ist juristisch sehr fraglich.
Lieber nicht. Auch wenn die Erfolgsaussicht der Gegenseite gering ist, kann es zu weiteren Mahnungen, Inkasso-Schreiben oder einem gerichtlichen Mahnbescheid kommen. Wer dem Mahnbescheid nicht binnen 14 Tagen widerspricht, hat einen vollstreckbaren Titel gegen sich. Aktiv schriftlich zurückweisen ist deutlich sicherer.
Auf keinen Fall. Telefonische Einwände sind später nicht beweisbar. Schlimmer: im Gespräch werden gerne weitere Daten abgegriffen oder eine angebliche Bestätigung mitgeschnitten. Die Kommunikation gehört in Schriftform — am besten per Einschreiben oder direkt über mich.
Nur, wenn die Forderung unbestritten bleibt. Sobald Sie ihr schriftlich widersprechen, ist sie streitig — und damit nach § 31 BDSG nicht Schufa-meldbar. Genau das macht ein anwaltliches Zurückweisungsschreiben.
Den Festpreis sehen Sie oben in den beiden Optionen-Karten. Mit dem Antwortschreiben weisen Sie die Forderung selbst zurück. Bei Beauftragung übernehme ich die komplette Kommunikation mit Payvox/Tework/Allround und ggf. dem nachgeschalteten Inkasso.
In vielen Fällen reagiert die Gegenseite nach wenigen anwaltlichen Schreiben nicht weiter — Garantien gibt es darüber aber nicht. Sollte trotzdem ein Mahnbescheid kommen, lege ich fristgerecht Widerspruch ein. Das gehört zum Festpreis.
Ja, dahinter steckt dasselbe Cluster aus Schein-Erotikrechnungen, meist aus Tschechien. Die Marken werden gewechselt, sobald eine zu bekannt geworden ist — die Masche bleibt identisch: Brief mit Datum und Uhrzeit eines angeblichen Anrufs, Rechnung über 90 € oder mehr, kein Vertragsnachweis. Reaktion ist überall gleich: schriftlich zurückweisen, niemals zurückrufen.
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Sie müssen sich nicht allein mit Telefonabzocke auseinandersetzen. Schreiben Sie mir kurz — ich schaue mir Ihren Fall an und sage Ihnen, wie wir am besten vorgehen.