Hilfe gegen Inkassomahnung

credvity.com (Credify LLC) – Hilfe vom Anwalt gegen die Inserationsgebühr

Rechnung über eine "Inserationsgebühr" von credvity.com (Credify LLC, Wyoming) erhalten? Rechtsanwalt Dr. Hoffmann erklärt, wie Sie die Forderung rechtssicher abwehren.

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Credify LLC (credvity.com) – Ratgeber von Kanzlei Hoffmann

Sie wollten über das Internet einen Kredit finden — und haben stattdessen eine Rechnung über eine sogenannte „Inserationsgebühr“ von credvity.com bzw. der Credify LLC erhalten? Damit sind Sie nicht allein. In letzter Zeit melden sich vermehrt Betroffene bei mir, die eine solche Zahlungsaufforderung bekommen haben und sich fragen, wofür sie eigentlich zahlen sollen. In diesem Beitrag erkläre ich Ihnen, was hinter der Plattform credvity.com steckt, warum die Forderung häufig auf wackligen Beinen steht und wie Sie richtig reagieren.

Wenn Sie direkt eine Kündigungs- und Widerspruchsvorlage für credvity.com benötigen, können Sie diese hier herunterladen — die Adresse der Credify LLC wird automatisch eingetragen.

Hintergrund

Was steckt hinter credvity.com und der Credify LLC?

credvity.com präsentiert sich als Online-Marktplatz rund um Kredite und Crowdfunding. Betreiber der Plattform ist die Credify LLC, eine Gesellschaft mit Sitz in Wyoming (USA). Als Kontakt wird lediglich eine E-Mail-Adresse (support@credvity.com) sowie ein Kundenservice-Zeitfenster angegeben.

Das Prinzip: Wer über die Plattform Geld sucht, gibt einen „Kreditwunsch“ an und stellt ein sogenanntes „Projekt“ ein, mit dem sich potenzielle Geldgeber angesprochen fühlen sollen. Genau an diesen Vorgang knüpft die Plattform anschließend eine Gebühr an — die Inserationsgebühr.

Eine Gebühr, die fällig wird, bevor überhaupt ein einziger Euro Kredit geflossen ist — und an die sich viele Betroffene beim Ausfüllen des Formulars gar nicht erinnern.

Rechnung über eine Inserationsgebühr von credvity.com (Credify LLC) — anwaltliche Hilfe
So entsteht die Forderung über die Inserationsgebühr von credvity.com
Typischer Ablauf

Wie entsteht die Forderung über die Inserationsgebühr?

In den mir bekannten Fällen läuft es nach folgendem Muster: Man trägt auf credvity.com einen Kreditwunsch ein (in einem mir vorliegenden Beispiel 6.500 €), wählt einen „Plan“ (etwa „Premium“) und schließt die Eingabe ab. Kurz darauf folgt eine Bestellbestätigung und wenig später eine Rechnung über eine „Inserationsgebühr“ in Höhe von 1,49 % der Wunschsumme — im Beispiel .

Die Rechnung ist als „Mitgliedschaft auf credvity.com“ bezeichnet, führt eine Kunden- und eine Rechnungsnummer (Schema „CRV-R-…“) und fordert zur Überweisung auf: „Bitte überweisen Sie die offene Forderung … auf die Bankverbindung des von uns zum Einzug der Forderung beauftragten Zahlungsdienstleisters.“ Bezahlt werden soll also nicht direkt an die Credify LLC, sondern an einen zwischengeschalteten Zahlungsdienstleister.

Wichtiger Hinweis Dass die Credify LLC oder credvity.com im konkreten Einzelfall gezielt so vorgeht, dass Verbraucher unbewusst eine kostenpflichtige Verpflichtung eingehen, wird hier ausdrücklich nicht behauptet. Ob und wie im Einzelfall ein wirksamer Vertrag zustande gekommen ist und ob die Gebühr fällig ist, muss immer im konkreten Fall geprüft werden.

Ihre Rechte

Ist die Inserationsgebühr überhaupt fällig — und muss ich zahlen?

Aus meiner Sicht bestehen an einer solchen Forderung in vielen Fällen erhebliche Zweifel. Erster Ansatzpunkt ist die Nachweisbarkeit des Vertragsschlusses: Wann, wie und auf welcher Grundlage soll eine kostenpflichtige Verpflichtung gegenüber der Credify LLC entstanden sein? Bei online geschlossenen Verträgen muss der Anbieter die Button-Lösung nach § 312j Abs. 3 BGB einhalten (die Schaltfläche muss unmissverständlich auf die Zahlungspflicht hinweisen, z. B. „zahlungspflichtig bestellen“). Fehlt ein solcher Hinweis, kommt schon kein wirksamer Vertrag zustande.

Hinzu kommt Ihr Widerrufsrecht nach § 312g BGB: Bei einem im Fernabsatz geschlossenen Vertrag können Sie binnen 14 Tagen widerrufen. Wurde nicht ordnungsgemäß über das Widerrufsrecht belehrt, verlängert sich die Frist um bis zu zwölf Monate. Auch eine Vertragsbestätigung in Textform nach § 312f BGB ist vorgeschrieben.

Besonders interessant ist die Einordnung als Kreditvermittlung: Wird für die bloße Vermittlung eines Darlehens eine Vergütung verlangt, ist diese nach § 655c BGB grundsätzlich erst dann fällig, wenn der Kredit auch tatsächlich an Sie ausgezahlt wird — Vorschüsse und gesonderte Nebenentgelte sind rechtlich heikel. Eine Gebühr allein für das Einstellen eines Kreditwunsches, bevor überhaupt ein Kredit geflossen ist, ist daher in vielen Konstellationen angreifbar.

Meine Empfehlung Reagieren Sie schriftlich und nachweisbar (Einschreiben). Bestreiten Sie die Forderung, erklären Sie vorsorglich den Widerruf und — falls eine „Mitgliedschaft“ behauptet wird — die Kündigung. Zahlen Sie nicht vorschnell und lassen Sie sich nicht auf telefonische Absprachen ein.

Was Sie konkret tun sollten

Die fünf Schritte, mit denen Sie die Forderung sicher abwehren

Aus meiner anwaltlichen Praxis sind die folgenden Schritte erprobt — sie schützen Sie vor einem Schuldanerkenntnis, vor einer Meldung an eine Auskunftei und vor einem gerichtlichen Mahnbescheid.

  1. Nicht zahlen, solange nicht geklärt ist, ob überhaupt ein wirksamer, kostenpflichtiger Vertrag mit der Credify LLC zustande gekommen ist.
  2. Kein Schuldanerkenntnis unterschreiben und keine Ratenzahlung akzeptieren — sonst beginnt die Verjährung neu (§ 212 BGB) und Sie verlieren Ihre Einwände.
  3. Nicht telefonisch verhandeln. Alle Erklärungen ausschließlich schriftlich, mit Nachweis (Einschreiben).
  4. Forderung bestreiten und den Nachweis eines wirksamen Vertragsschlusses verlangen (konkrete Landingpage, Bestell-Screen, Button-Beschriftung, Widerrufsbelehrung).
  5. Vorsorglich widerrufen und kündigen sowie die Löschung Ihrer Daten verlangen, damit keine weitere „Mitgliedschaft“ abgerechnet wird.
Schriftlich auf die Rechnung von credvity.com reagieren
Ignorieren oder bezahlen?

Beides ist in den meisten Fällen keine gute Idee

Wer die Rechnung von credvity.com einfach ignoriert, riskiert weitere Mahnungen, die Einschaltung eines Inkassobüros und im schlimmsten Fall einen gerichtlichen Mahnbescheid. Gegen einen Mahnbescheid müssen Sie innerhalb von 14 Tagen Widerspruch einlegen — sonst wird er vollstreckbar, unabhängig davon, ob die Forderung berechtigt war.

Wer dagegen vorschnell bezahlt, erkennt die Forderung möglicherweise als berechtigt an und verliert damit die Möglichkeit, den Betrag später zurückzuverlangen. Da die Rechnung ausdrücklich als „Mitgliedschaft“ bezeichnet wird, besteht zudem die Gefahr, dass ohne klare Kündigung im nächsten Zeitraum erneut abgerechnet wird. Der richtige Weg liegt fast immer dazwischen: schriftlich reagieren, bestreiten, widerrufen — und nicht zahlen.

Was Sie jetzt tun können:

Was tun?

Ignorieren oder bezahlen?

Beides ist in den meisten Fällen keine gute Idee — ich erkläre Ihnen, warum, und was der richtige Weg ist.

×
Ignorieren

Wer Mahnungen und Inkassobriefe ignoriert, riskiert, dass aus einer zweifelhaften Forderung ein gerichtlicher Mahnbescheid wird. Ab dem Moment zählt nicht mehr, ob die Forderung berechtigt war, sondern nur noch, ob Sie rechtzeitig Widerspruch eingelegt haben.

×
Einfach bezahlen

Wer unter Druck zahlt, ohne die Forderung zu prüfen, finanziert im schlimmsten Fall unseriöse Anbieter. Außerdem signalisieren Sie mit einer Zahlung, dass Sie zahlungsbereit sind — und stehen schnell wieder auf der Liste für die nächste Rechnung oder eine ungewollte Vertragsverlängerung.

Der richtige Weg: prüfen und rechtssicher abwehren
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Welche Hilfe brauchen Sie?

Beide Wege sind erprobt und rechtssicher. Ich erkläre Ihnen transparent, welche Option für Ihren Fall sinnvoll ist.

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L. B. · Mandantin
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M. K. · Mandant
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Dr. Hoffmann hat alles innerhalb kürzester Zeit für uns geklärt. Die Kosten wurden über 90 % gesenkt. Eine perfekte Homepage, ein fester Preis. Er hat alles super erledigt.
M. A. · Mandant
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Super Arbeit, schnelle Antwort, freundlich und immer erreichbar. Ich kann Herrn Hoffmann nur wärmstens empfehlen — ich würde gerne 6 von 5 Sternen geben!
N. K. · Mandant
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Sympathisch, immer erreichbar für offene Fragen. Ein Klasse-Anwalt — gerne wieder und nur zu empfehlen!
K. S. · Mandantin
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Häufige Fragen zu Credify LLC (credvity.com)

credvity.com ist eine Online-Plattform, die sich als Kredit- bzw. Crowdfunding-Marktplatz präsentiert. Betreiber ist die Credify LLC, eine Gesellschaft mit Sitz in Wyoming (USA). Nutzer geben einen „Kreditwunsch“ an und stellen ein „Projekt“ ein; als Kontakt wird die E-Mail-Adresse support@credvity.com genannt.
Die Inserationsgebühr ist eine Gebühr, die credvity.com für das Einstellen eines Kreditwunsches („Projekt“) berechnet. Sie beträgt in den mir bekannten Fällen rund 1,49 % der gewünschten Kreditsumme — bei einem Kreditwunsch von 6.500 € also 96,85 €. Sie wird fällig gestellt, bevor überhaupt ein Kredit ausgezahlt wurde.
Die Rechnung fordert dazu auf, den Betrag nicht direkt an die Credify LLC, sondern an die Bankverbindung eines „zum Einzug der Forderung beauftragten Zahlungsdienstleisters“ zu überweisen. Das ändert nichts daran, dass Sie prüfen sollten, ob die Forderung überhaupt berechtigt ist. Bezahlen Sie nicht allein deshalb, weil ein dritter Zahlungsdienstleister genannt wird.
Das hängt vom Einzelfall ab. Zu prüfen ist vor allem, ob ein wirksamer, kostenpflichtiger Vertrag nachweisbar zustande gekommen ist (Button-Lösung nach § 312j Abs. 3 BGB, Widerrufsbelehrung nach § 312g BGB, Vertragsbestätigung in Textform nach § 312f BGB). Bei einer Kreditvermittlung ist eine Vergütung nach § 655c BGB zudem grundsätzlich erst fällig, wenn das Darlehen tatsächlich ausgezahlt wird. Eine Gebühr allein für das Einstellen eines Kreditwunsches ist deshalb in vielen Fällen angreifbar.
Die Credify LLC existiert und die Rechnung ist in dem Sinne kein technischer Fake. Das bedeutet aber nicht, dass die Forderung berechtigt ist. Existenz eines Unternehmens und Berechtigung einer Forderung sind zwei verschiedene Dinge. Ob Sie die Inserationsgebühr tatsächlich schulden, ist eine reine Rechtsfrage des Einzelfalls.
Davon rate ich ab. Eine Zahlung kann als Anerkenntnis gewertet werden und lässt die Verjährung neu beginnen (§ 212 BGB). Da die Rechnung als „Mitgliedschaft“ bezeichnet wird, besteht außerdem die Gefahr, dass ohne klare Kündigung erneut abgerechnet wird. Besser: schriftlich bestreiten, vorsorglich widerrufen und kündigen.
Wer nicht reagiert, riskiert weitere Mahnungen, die Einschaltung eines Inkassobüros und im schlimmsten Fall einen gerichtlichen Mahnbescheid. Gegen einen Mahnbescheid müssen Sie binnen 14 Tagen Widerspruch einlegen, sonst wird er vollstreckbar. Deshalb ist eine aktive, schriftliche Reaktion sinnvoller als bloßes Ignorieren.
Den Festpreis sehen Sie oben in den beiden Optionen-Karten. Mit dem Musterschreiben können Sie die Forderung selbst zurückweisen — es ist auf Ihren Fall angepasst und enthält Bestreiten, Widerruf und vorsorgliche Kündigung. Wenn ich den Fall komplett übernehme, kommuniziert die Credify LLC bzw. ihr Zahlungsdienstleister ausschließlich mit mir.
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