lickmee .de: Zahlungsaufforderung der Clerivo LLC – Hilfe vom Anwalt
Zahlungsaufforderung für lickmee.de, zahlbar an die Clerivo LLC? Anwalt Dr. Hoffmann erklärt, warum Sie nicht vorschnell zahlen sollten und wie Sie reagieren.

Sie haben eine E-Mail erhalten, in der Geld für eine angebliche Premium-Mitgliedschaft bei lickmee.de gefordert wird — überweisen sollen Sie an eine Clerivo LLC, und zwar innerhalb weniger Tage? Viele Betroffene können mit dem Portal nichts anfangen oder haben dort allenfalls einmal kostenlos ein Profil angelegt. Auf dieser Seite erkläre ich, was es mit diesen Zahlungsaufforderungen auf sich hat und wie Sie reagieren sollten. Wenn Sie direkt widersprechen möchten: Eine Vorlage für Ihr Schreiben an die Clerivo LLC können Sie hier herunterladen.
Was steckt hinter lickmee.de und der Clerivo LLC?
lickmee.de ist ein Dating- und Kontaktportal. Betreiberin ist nach den eigenen AGB die LB Media Ltd mit Sitz auf Zypern — eine Firma, die mir aus einer ganzen Reihe von Fällen zu einem weiteren Dating-Portal bekannt ist. Die Zahlungsaufforderungen, um die es hier geht, kommen allerdings nicht per Brief vom Betreiber: Es sind E-Mails, versendet über die Drittdomain dieschlichter.com, und als Zahlungsempfänger wird die Clerivo LLC genannt.
Drei Namen in einer einzigen Forderung — das Portal, ein fremder Absender, ein Zahlungsempfänger mit Auslandskonto. Schon das ist Grund genug, vor dem Überweisen genau hinzusehen.
Die Clerivo LLC ist mir nicht neu: Über ihre Zahlungsaufforderungen rund um Portale wie michverlieben.com habe ich bereits einen eigenen Beitrag geschrieben. Das Muster der E-Mails ist dort wie hier sehr ähnlich — nur das Portal wechselt.
Was steht in der Zahlungsaufforderung?
Die mir vorliegenden E-Mails folgen einem wiederkehrenden Aufbau. Angeschrieben wird man nicht mit seinem Namen, sondern mit dem Benutzernamen eines angeblichen Accounts. Behauptet wird, unter der eigenen E-Mail-Adresse sei ein Profil registriert und per Bestätigungslink aktiviert worden; IP-Adresse und weitere technische Daten lägen „gerichtsfest" vor. Nach einer „31-tägigen Testphase" sei der Account automatisch in eine Premium-Mitgliedschaft gewechselt. Gefordert werden in dem mir vorliegenden Fall 358,80 Euro, zahlbar innerhalb von sieben Tagen auf ein Konto der Clerivo LLC bei einem Zahlungsdienstleister im EU-Ausland.
Bemerkenswert ist die Doppelbotschaft: Einerseits wird eine „einvernehmliche Lösung" angeboten, andererseits für den Fall des Bestreitens eine Strafanzeige gegen Unbekannt in Aussicht gestellt — verbunden mit dem Hinweis, es hätte „rechtliche Konsequenzen", falls die Daten doch dem Empfänger zugeordnet würden. Und: Anfragen sollen ausdrücklich nur über die Absender-E-Mail-Adresse laufen, nicht über den Support der Webseite.
Wichtiger Hinweis Antworten Sie auf eine solche E-Mail nicht impulsiv, bestätigen Sie keine persönlichen Daten und lassen Sie sich nicht auf Verhandlungen über die Höhe ein. Eine vorschnelle Antwort — erst recht ein Angebot, „einen Teil zu zahlen" — kann Ihnen später als Anerkenntnis entgegengehalten werden.
Besteht überhaupt ein zahlungspflichtiger Vertrag?
Das ist die entscheidende Frage — und die Antwort fällt bei solchen Forderungen häufig ernüchternd für den Absender aus. Wer Geld verlangt, muss den Vertragsschluss beweisen. Eine registrierte E-Mail-Adresse, ein angeklickter Bestätigungslink oder eine gespeicherte IP-Adresse belegen allenfalls, dass irgendwann ein Profil angelegt wurde — nicht, dass ein kostenpflichtiger Vertrag geschlossen wurde. Für Bestellungen im Internet verlangt § 312j Abs. 3 BGB zudem eine Schaltfläche, die ausdrücklich auf die Zahlungspflicht hinweist („zahlungspflichtig bestellen"). Fehlt sie, kommt nach Abs. 4 kein Vertrag zustande — ein pauschaler Verweis auf AGB ersetzt das nicht.
Ohnehin lohnt bei lickmee.de der genaue Abgleich zwischen dem, was die E-Mail behauptet, und dem, was die AGB des Portals tatsächlich an kostenpflichtigen Leistungen regeln — dieser Abgleich gehört zu den ersten Schritten meiner Prüfung, und er fällt hier besonders aufschlussreich aus. Dazu kommt die Frage, wer hier eigentlich fordert: Der Absender gehört weder zum Portal noch zur Betreiberin, und wer geschäftsmäßig fremde Forderungen einzieht, muss im Rechtsdienstleistungsregister eingetragen sein — dort können Sie kostenlos nachsehen. Die angedrohte Strafanzeige schließlich ist vor allem eines: ein Druckmittel. Einen Beweis für die Forderung ersetzt sie nicht.
Meine Empfehlung Zahlen Sie nicht unter Zeitdruck auf ein Auslandskonto, dessen Inhaber Sie nicht zuordnen können — einmal überwiesenes Geld ist dort im Zweifel nicht mehr zurückzuholen. Bestreiten Sie die Forderung schriftlich und verlangen Sie Nachweise: Vertragsschluss, Einbeziehung der AGB, Berechtigung des Absenders zum Forderungseinzug. Mehr müssen Sie zunächst nicht tun.
Die fünf Schritte, mit denen Sie richtig reagieren
Aus meiner Praxis mit vergleichbaren Zahlungsaufforderungen rund um Dating-Portale haben sich diese Schritte bewährt:
- Nicht überweisen. Erst recht nicht unter der Sieben-Tage-Frist — sie ist ein Druckinstrument, keine gesetzliche Vorgabe.
- Forderung schriftlich bestreiten und Nachweise verlangen: Wie und wann soll der kostenpflichtige Vertrag geschlossen worden sein, und woraus ergibt sich die Berechtigung des Absenders, die Forderung geltend zu machen?
- Keine persönlichen Daten preisgeben. Schicken Sie weder Ausweiskopien noch Adressdaten oder Kontoauszüge an den Absender — auch nicht, um „Ihre Unschuld zu beweisen".
- Rechtsdienstleistungsregister prüfen: Ist der Einziehende dort nicht registriert, spricht das zusätzlich gegen die Durchsetzbarkeit des Vorgehens.
- Kein Schuldanerkenntnis, keine Ratenzahlung. Damit würden Sie nachträglich genau die Grundlage schaffen, die der Forderung bisher fehlt.
Was Sie jetzt tun können:
- Musterschreiben herunterladen — fertiger Widerspruch gegen die Zahlungsaufforderung für 39 €, sofort per E-Mail
- Anwalt kontaktieren — Dr. Hoffmann prüft Ihren Fall und übernimmt die Abwehr
Ignorieren oder bezahlen?
Beides ist in den meisten Fällen keine gute Idee — ich erkläre Ihnen, warum, und was der richtige Weg ist.
Wer Mahnungen und Inkassobriefe ignoriert, riskiert, dass aus einer zweifelhaften Forderung ein gerichtlicher Mahnbescheid wird. Ab dem Moment zählt nicht mehr, ob die Forderung berechtigt war, sondern nur noch, ob Sie rechtzeitig Widerspruch eingelegt haben.
Wer unter Druck zahlt, ohne die Forderung zu prüfen, finanziert im schlimmsten Fall unseriöse Anbieter. Außerdem signalisieren Sie mit einer Zahlung, dass Sie zahlungsbereit sind — und stehen schnell wieder auf der Liste für die nächste Rechnung oder eine ungewollte Vertragsverlängerung.
Von welchem Unternehmen wurde Clerivo LLC beauftragt?
Clerivo LLC wird von verschiedenen Unternehmen mit der Geltendmachung von Forderungen beauftragt. Damit ich Ihnen passgenau helfen kann, muss ich den Auftraggeber von Clerivo LLC kennen. Der steht meistens im Brief unter „Forderung von" oder „im Auftrag von".
In 3 Schritten zur Lösung
Kein Papierkram, kein Kanzleibesuch — alles läuft digital und unkompliziert.

Online-Formular ausfüllen
Wenige Fragen zu Ihrem Fall — dauert nur Minuten, keine juristischen Vorkenntnisse nötig.

Vollmacht unterschreiben
Einfach mit dem Finger auf dem Handy oder der Maus am PC. Weder Drucker noch Zubehör nötig.

Entspannen
Ich übernehme die komplette Kommunikation. Sie bekommen keine Post mehr und ich halte Sie auf dem Laufenden.
Dr. Christian Hoffmann
Seit über 10 Jahren bin ich als Rechtsanwalt spezialisiert auf Abo-Fallen, Inkasso-Abwehr und Verbraucherrecht. Ich habe bereits tausenden Betroffenen geholfen — diskret, unkompliziert und vollständig online, ganz ohne Termin vor Ort in Kiel.
Sie können sicher sein, dass ich mich auch für Sie mit voller Energie einsetze — mit transparenten Festpreisen ohne versteckte Kosten.
Das sagen meine Mandanten
Über 5.000 Bewertungen auf anwalt.de. Hier sind einige Stimmen von Menschen, denen ich helfen konnte.
Häufige Fragen zu Clerivo LLC
Bereit, die Sache ein für alle Mal zu klären?
Sie müssen sich nicht allein mit Clerivo LLC auseinandersetzen. Schreiben Sie mir kurz — ich schaue mir Ihren Fall an und sage Ihnen, wie wir am besten vorgehen.

