Beinsa 14 Ltd – Abbuchung mit „GLS 15" oder „MC 24"? Hilfe vom Anwalt
Lastschrift der Beinsa 14 Ltd mit „GLS15" oder „MC24"? Die Londoner Firma, die Spur zu Grand Luck und MillionenChance24 und was Sie jetzt prüfen sollten.

Auf Ihrem Kontoauszug steht eine SEPA-Lastschrift der Beinsa 14 Ltd, im Verwendungszweck „beinsa-eu.com" und dahinter ein Kürzel wie „GLS15", und Sie haben von dieser Firma noch nie gehört? Dann geht es Ihnen wie den Betroffenen, die sich seit Anfang 2026 bei mir melden. Auf dieser Seite erkläre ich, wer hinter der Londoner Firma steckt, warum mir ihre Website sehr bekannt vorkam, wohin die Kürzel im Verwendungszweck führen und was Sie jetzt prüfen sollten. Wenn Sie direkt reagieren möchten: Eine Vorlage für Ihr Schreiben an die Beinsa 14 Ltd können Sie hier herunterladen.
Wer ist die Beinsa 14 Ltd?
Die Beinsa 14 Ltd ist eine britische Limited mit der Registernummer 16222919. Gegründet wurde sie am 1. Februar 2025, allerdings unter anderem Namen: Bis Ende November 2025 hieß sie „Intelligent Web Ltd", erst dann wurde sie in Beinsa 14 Ltd umbenannt. Im Register ist sie als Betreiberin von Webportalen eingetragen. Als Sitz dient eine Büroanschrift in London, Geschäftsführer und alleiniger Eigentümer ist ein 1978 geborener bulgarischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz in der Grafschaft Kent.
Die Website beinsa-eu.com wurde eine Woche nach der Umbenennung registriert, am 4. Dezember 2025. Sie präsentiert sich auf Deutsch als Anbieterin von „Buchhaltungs-, Steuer- und Beratungsleistungen nach britischen Berufsstandards", spricht von einem Jahr am Markt und zwölf aktiven Kunden und zitiert einen zufriedenen Geschäftsführer einer „Velocity Tech Group". Die Nutzungsbedingungen tragen den Vermerk „Gültig ab: Januar 2025", einen Monat vor der Gründung der Firma. Mit Steuerberatung hat keine der Abbuchungen zu tun, mit denen Betroffene zu mir kommen.
Screenshot der Startseite von beinsa-eu.com (Oktober 2026): „Professionelle Beschleunigung" und Steuerberatung nach britischen Standards.
Screenshot der Webseite: das „Digital Book Shelf"-Abo der OKIO 25 LTD, wie auf den sechs Schwester-Seiten.
Eine Website, die ich schon sechsmal gesehen habe
Wer auf beinsa-eu.com nach unten scrollt, landet bei Bausteinen, die ich von anderen Firmen kenne: ein E-Book-Abo „Digital Book Shelf" einer OKIO 25 LTD für 29, 59 oder 99 Euro im Monat, ein Kasten für „unbekannte Abbuchungen von BEINSA", ein Formular, in das man Vorname, Nachname und IBAN eintragen soll, und eine Reihe von Partner-Logos von Lotto 6aus49, Eurojackpot, Euromillions, Spiel 77, „Rentenmillion" und „Glücksjahre". Exakt dieselben Elemente stehen auf den Seiten der Crown Time SRL, der Corevia Payments Ltd, der Lauter Union SRL, der Velaron Pay Ltd, der Genau Services Ltd und der Telepass Services Ltd, über die ich bereits geschrieben habe. Nur die Fassade davor wechselt: mal „Forderungsmanagement", mal „Onboarding", bei Beinsa eben Steuern und Buchhaltung.
Sieben Firmen, drei Länder, eine Vorlage. Was eine Steuerberatung mit Lotto-Logos und einem E-Book-Abo will, erklärt die Seite nicht.
Beinsa ist die älteste Firma dieser Reihe, die mir bekannt ist. Sie zog bereits Anfang 2026 von deutschen Konten ein, lange bevor die jüngeren Schwester-Firmen gegründet wurden. Die OKIO 25 LTD, die auf allen diesen Seiten das E-Book-Abo anbietet, steht übrigens auch im Impressum des Gewinnspiel-Dienstes Euro Dream Service.
Was GLS15 und MC24 im Verwendungszweck bedeuten
Auf dem mir vorliegenden Kontoauszug vom August 2026 lautet die Buchung: Zahlungsempfänger „Beinsa 14 Ltd", Verwendungszweck „beinsa-eu.com GLS15 Tel". Das Geld floss auf ein Konto bei der deutschen Niederlassung von Banking Circle in München, einer Bank für Zahlungsdienstleister, dieselbe, die auch die Telepass Services Ltd nutzt. In einem früheren Fall aus dem Frühjahr 2026 zog Beinsa noch mit einer britischen Gläubiger-ID ein, damals 89,90 bis 99 Euro im Monat.
Die Einzugsfirmen dieser Serie schreiben hinter die eigene Domain ein Kürzel für den Auftraggeber. „MC24" steht für MillionenChance24, „SM-501" für Euro Dream Service, und „GLS" führt zu Grand Luck Service, einer Lotto-Tippgemeinschaft für 69 oder 89 Euro. In dem Fall, aus dem der Kontoauszug stammt, hatte Grand Luck zuvor schon über zwei andere Firmen abbuchen lassen, erst über die Melinux Ltd, dann über die Direktex Ltd, bevor Beinsa an die Reihe kam. Die AGB von Grand Luck sehen genau das vor: Der Einzug werde „durch einen von GLS beauftragten Dienstleister" vorgenommen. Für MillionenChance24 kenne ich dieselbe Staffel in anderer Besetzung: DEKAX Tech, dann Beinsa 14, dann Corevia, Medienwerkzeuge und Genau Services.
Wichtiger Hinweis Wenn Sie in den vergangenen Monaten einen Werbeanruf zu einer Lotto-Tippgemeinschaft erhalten haben oder ein Begrüßungsschreiben von Grand Luck oder MillionenChance24 besitzen, gehört die Abbuchung mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu. Der Vertrag dahinter wird gegenüber dem Anbieter angegriffen; Vorlagen für Grand Luck und MillionenChance24 finden Sie hier. Auf dieser Seite geht es um die Einzugsfirma und die Lastschrift.
Symbolbild: Die Abbuchung fällt meist erst beim Blick in die Banking-App auf.
Screenshot der Webseite: das Formular „Zahlung auf Ihrem Kontoauszug prüfen", vor dessen Nutzung ich ausdrücklich warne.
Füllen Sie das IBAN-Formular nicht aus
Gleich unter dem Seitenkopf bittet beinsa-eu.com darum, „Zahlung auf Ihrem Kontoauszug prüfen" zu lassen: Vorname, Nachname und IBAN, „genau wie im Bankmandat", dann „Meine Abbuchungen prüfen". Weiter unten folgt dasselbe Formular noch einmal unter „Ihr Konto", diesmal mit dem Hinweis, dass Abfrage und IP-Adresse protokolliert werden. Ich rate dringend davon ab, dort irgendetwas einzutragen. Wer das tut, bestätigt dem Abbucher, dass die Kontodaten stimmen und das Konto aktiv ist, und liefert ihm nebenbei ein Protokoll mit Zeitstempel.
Wichtiger Hinweis Unbekannte Abbuchungen klären Sie über Ihre Bank, nicht über Formulare oder Mailadressen des Abbuchers. Ihre Bank sieht Gläubiger-ID und Mandatsreferenz, kann die Lastschrift zurückgeben und den Einreicher sperren, ohne dass Sie der Gegenseite eine einzige Information geben müssen.
Gibt es einen Vertrag, und ist er belegt?
Wer Geld von Ihnen einzieht, muss einen Vertragsschluss und ein Lastschriftmandat belegen können. Die Verträge hinter diesen Abbuchungen entstehen am Telefon, und für sie gilt § 675 Abs. 3 BGB: Verträge über die Vermittlung von Gewinnspielteilnahmen bedürfen der Textform. Prüfen Sie deshalb Ihre Unterlagen: Gab es einen Werbeanruf, ein Begrüßungsschreiben, eine Bestätigung per E-Mail, SMS oder Unterschrift? Liegt nichts davon vor, kann der Vertrag unter Umständen angegriffen werden. Seien Sie kritisch mit dem, was die Gegenseite nachreicht: In einem Grand-Luck-Fall wurde meiner Mandantin ein „Willkommensschreiben" vorgelegt, das sie nie erhalten hatte und das nach seinen Dateieigenschaften Monate nach dem aufgedruckten Datum erzeugt worden war. Was daran alles nicht passte, habe ich auf der Seite zu Grand Luck beschrieben.
Die Lastschrift selbst können Sie über Ihre Bank innerhalb von acht Wochen ohne Angabe von Gründen zurückgeben lassen (§ 675x BGB); wurde nie ein Mandat erteilt, bis zu 13 Monate rückwirkend (§ 675u BGB). Bedenken Sie dabei: Sollte doch ein Vertrag bestehen, behandelt der Anbieter die Rücklastschrift als offene Forderung, und Rücklastschriftgebühren, Mahnkosten und Inkassokosten können hinzukommen. Die Rückgabe ist deshalb vor allem dann sinnvoll, wenn Sie sicher sind, nie etwas bestellt oder bestätigt zu haben, und wenn Sie parallel schriftlich widersprechen.
Meine Empfehlung Erst prüfen, dann schreiben, dann mit der Bank sprechen. Ein Schreiben, mit dem Sie den Nachweis des Vertragsschlusses und des Mandats verlangen, die Benennung des Auftraggebers fordern, vorsorglich Widerruf und Kündigung erklären und die Löschung Ihrer Daten verlangen, dokumentiert Ihre Position. Mit meinem Musterschreiben zur Beinsa 14 Ltd ist es in wenigen Minuten fertig.
Screenshot der Webseite: der „Zahlungshinweis" für unbekannte Abbuchungen, derselbe Kasten wie bei den Schwester-Firmen.
Die vier Schritte gegen die Abbuchung
Aus meiner Praxis mit dieser Firmen-Serie empfehle ich diese Reihenfolge:
- Unterlagen prüfen: Suchen Sie nach Anrufen, einem Begrüßungsschreiben von Grand Luck oder MillionenChance24, E-Mails oder SMS aus den letzten Monaten. Gibt es eine Bestätigung in Textform? Notieren Sie außerdem Gläubiger-ID und Mandatsreferenz von Ihrem Kontoauszug.
- Schriftlich reagieren: per E-Mail an mail@beinsa-eu.com. Verlangen Sie den Nachweis des Vertragsschlusses und des Lastschriftmandats sowie die Benennung des Auftraggebers, erklären Sie vorsorglich Widerruf und Kündigung und fordern Sie die Löschung Ihrer Daten. Nutzen Sie nicht das IBAN-Formular der Website.
- Mit der Bank sprechen: Lassen Sie den Einreicher für künftige Lastschriften sperren. Eine Rückgabe der Lastschrift ist möglich, aber wägen Sie sie mit Blick auf mögliche Folgekosten ab, falls doch ein Vertrag besteht.
- Den Vertrag dahinter angehen: Gehört die Abbuchung zu Grand Luck oder MillionenChance24, richten Sie Ihr Schreiben zusätzlich an den Anbieter selbst; Vorlagen für Grand Luck und MillionenChance24 finden Sie hier. Prüfen Sie außerdem ältere Kontoauszüge auf Melinux, Direktex, DEKAX Tech, Corevia, Medienwerkzeuge, Genau Services und Telepass Services. Bei Mahnungen gilt: kein Schuldanerkenntnis, keine Ratenzahlung; nur bei einem gerichtlichen Mahnbescheid selbst aktiv werden (Widerspruch innerhalb von zwei Wochen).
Was Sie jetzt tun können:
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Dr. Christian Hoffmann
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Häufige Fragen zu Beinsa 14 Ltd
Bereit, die Sache ein für alle Mal zu klären?
Sie müssen sich nicht allein mit Beinsa 14 Ltd auseinandersetzen. Schreiben Sie mir kurz — ich schaue mir Ihren Fall an und sage Ihnen, wie wir am besten vorgehen.


